…schreibt der Blogger Jens Scholz und meint damit die CDU-Plakatkampagne des Wahlbezirks Berlin Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost. Er ist nur einer von vielen Internetnutzern, dem das Wahlkampfmotiv von Vera Lengsfeld aufgefallen ist. Dabei ist Scholz’ Meinung noch relativ harmlos. Von “Unwählbarkeit”, “Sexismus” und “Hängetittenwahlkampf” ist die Rede in den Kommentaren des offiziellen Blogs der Bundestagskandidatin. Sehen wir uns den Aufreger doch einmal an:
(Foto: CDU)
Lengsfeld zeigt sich auf dem Foto tief dekolletiert neben Kanzlerin Merkel, die zur Eröffnung von Oslos neuem Opernhaus ebenfalls nicht mit ihren weiblichen Reizen geizte. Sicherlich eine gewagte Kampagne, aber nicht die Aufregung wert, die derzeit die Runde macht. Eine Politikerin nutzt ein Foto, das bereits damals für Gesprächsstoff sorgte und versieht es mit einem gekonnten Wortwitz: “Wir haben mehr zu bieten”. Meiner Meinung nach nichts Verwerfliches. Ganz im Gegenteil, diese Kampagne macht Schlagzeilen wie kaum eine andere zuvor. Zeitungen wie der Tagesspiegel oder WELT KOMPAKT veröffentlichten das Plakat großflächig in ihren Ausgaben. Sinn und Zweck erfüllt. Eigentlich schade, dass der Humor mancher Leute so engstirnig ist.
4 Meinungen
Ganz meine Meinung. Ich habe mir erlaubt, einen Teil Ihres Artikels auf meiner Seite zu zitieren.
MfG
Pätus Bremske, United Anarchists
#3 Henning
Zum Artikel:
Sehr schön formuliert, trifft den Kern der Sinnlosigkeit dieser Debatte denke ich sehr gut.
An Michael:
Natürlich lässt sich fragen, ob das nun unbedingt der beste Weg für Frau Lengsfeld war, Wahlwerbung zu machen. Aber das steht auch nicht wirklich zur Debatte. Wenn sie meint, jede PR sei gut für sie, dann ist das doch in Ordnung. Ob man sie nun wählt oder nicht, das kann man ja selbst entscheiden.
#4 Onkel Bernd
Du gehst ja mit der gebotenen Unaufgeregtheit an die Sache.
Die Mädchenmannschaft versagt bei der Diskussion zum Thema leider völlig, weil sie Kommentare und ihre Antworten darauf aus dem Blog löschen. Betroffen sind:
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17123
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17124
und
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17127
sowie die Antwort von Susanne darauf zumn Thema “Meinungsressort in der taz”.
Ich habe mich dort mit Kommentar 17185 beschwert. Mal sehen, ob sie so sportlich sind und den zulassen.

#1 Michael Mosmann
> Zeitungen wie der Tagesspiegel oder WELT KOMPAKT veröffentlichten das Plakat
> großflächig in ihren Ausgaben. Sinn und Zweck erfüllt.
Wenn das der Zweck war, dann ja. Ob dann viel mehr hängen bleibt, als “ach da war so ein Plakat wo es um … ging” lässt sich nur hoffen. Wenn man sich den Lebenslauf dieser Frau ansieht, ist es schade, dass sie sich selbst deart reduziert.
Ein ganz anderer Punkt scheint mir aber in der Diskussion unterzugehen: Auf die Aussage “Wir haben mehr zu bieten” hätten dann vielleicht doch ein paar Themen erwähnt werden können. So bleibt es für mich ein zunehmend inhaltsfreier Wahlkampf, der mir nicht erklären kann, warum ich Frau.. hab den Namen schon vergessen.. wählen sollte.